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Barbara Prammer (Präsidentin des Nationalrats)

Junge Menschen für Politik und Demokratie zu begeistern, das ist das Ziel des Jugendparlaments! 

Zwei Mal im Jahr nehmen Schülerinnen und Schüler im „Hohen Haus“ in Wien die Plätze der Abgeordneten ein um Gesetze in Ausschüssen zu beraten, verhandeln und letztlich im Plenum zu beschließen.
Mittels einer Bewerbung werden immer Schulklassen aus jenem Bundesland eingeladen, das im Bundesrat (neben dem Nationalrat die zweite Kammer des Parlaments) den alle 6 Monate wechselnden Vorsitz innehat.

Einen Tag lang habt ihr dann die Möglichkeit, in die Rolle einer Politikerin/eines Politikers zu schlüpfen und im Parlament für eure Positionen zu werben. Auf der Tagesordnung steht bei jedem Jugendparlament ein unterschiedliches Thema. Gemeinsam mit euren KollegInnen könnt ihr diskutieren und Antworten erarbeiten. Den ganzen Tag werdet ihr dabei von „echten“ Abgeordneten zum Nationalrat unterstützt.

Das Jugendparlament gibt es bereits seit 2007, die vielen bisherigen TeilnehmerInnen haben bewiesen, wie spannend die politische Auseinandersetzung sein kann.
Und damit eure Arbeit in die reale Politik einfließen kann, werden die Ergebnisse eurer Beratungen am Ende auch den Parteien zur Verfügung gestellt.

Im Jugendparlament jedenfalls entscheidet ihr! Ich freue mich bereits auf eure Bewerbung und euer Engagement als Jugendparlamentarier/in!


Gregor Hammerl (Präsident des Bundesrates)

Vom Wort „parlare“ her hat Parlament mit „reden“ zu tun. Reden ist ein wichtiges Element des Lebens miteinander, der Abstimmung aufeinander und der Beziehung zueinander. Und darin besteht Politik ja auch zu einem guten Teil: im Reden und Abstimmen, um eine Ordnung zu finden, die allen Menschen ein geglücktes Leben erlaubt.
Jugendliche stehen am Anfang dieses Strebens nach Lebensglück - und ich bitte euch, dass ihr euch einmischt in die Schaffung von Grundlagen, die helfen, dies für alle zu erreichen. Das Jugendparlament soll euch einen Einblick in diese Aufgabe geben, es soll euch aber darüber hinaus anregen, euren Beitrag dafür zu leisten, dass Österreich ein Ort bleibt, wo möglichst vielen Menschen ihr Leben glückt.
Besonders freue ich mich, dass wir dieses Mal Jugendliche aus meiner steirischen Heimat beim Jugendparlament begrüßen werden können.
Die Einbindung aller Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, so jung sie auch sein mögen, in den stetigen Weiterbau der gemeinsamen Ordnung bleibt ein unverzichtbares Moment der Demokratie, in das man sich nicht früh genug einüben kann.


Abg. Elisabeth Hakel (SPÖ)

Als Politikerin aus der Steiermark ist mir besonders wichtig Kinder und Jugendliche aus den Bundesländern ins Parlament einzuladen und zu beweisen, dass Politik im allgemeinen und Demokratie, Parlamentarismus im besonderen spannend und für alle Altersgruppen von großer Bedeutung sind. Gerade das österreichische Parlament ist ein offenes und lebendiges Haus - das Jugendparlament - das mittlerweile eine Institution ist, der beste Beweis dafür. Kinder und Jugendliche sind neugierig, interessiert und kritisch - das Jugendparlament unterstützt diese Eigenschaften und bietet das notwendige Know-How und Werkzeug als Basis für Mitbestimmung, Entscheidung und Partizipation. In altersadäquater und kompetenter Weise werden bei Jugendlichen von einem engagierten Team aus ExpertInnen vieler verschiedener Fachbereiche das Verständnis und Interesse für demokratische Prozesse geweckt. Wer viel weiß, muss nicht glauben ;-))


Abg. Thomas Einwallner (ÖVP)

Wenn man als junger Mensch beginnt sich in der Politik zu engagieren - egal ob in der Schule, der eigenen Gemeinde, auf Landes- oder Bundesebene - tut man das vor allem aus einem Grund: Man will etwas verändern und verbessern. Aber auch der Spaß darf dabei nicht zu kurz kommen. Das gilt vor allem dann, wenn man ehrenamtlich arbeitet, was bei den meisten Politikerinnen und Politikern, vor allem auf Gemeindeebene, der Fall ist. Das Jugendparlament ist die ideale Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Ihr werdet sehen und erleben, was es heißt im Nationalrat aktiv zu sein, ein Gesetz vorzubereiten, zu diskutieren, Lösungen  zu erarbeiten und es dann zu beschließen. Und auch der Spaß wird dabei nicht zu kurz kommen! Ich freue mich auf einen spannenden und interessanten Tag beim Jugendparlament 2012!


Abg. Christian Höbart (FPÖ)

Wir leben in einer Informations- und Mediengesellschaft, in der beinahe jeder Mensch vernetzt ist und ihm unendlich viele Möglichkeiten der Kommunikation offenstehen. Nicht nur Handys und Internet bestimmen heute einen Großteil unserer täglichen sozialen Kontakte, auch die Informationsflut in Fernsehen, Zeitungen und Radio umgibt uns ständig.
Doch so praktisch es auch sein mag, ständig erreichbar zu sein und aus einer Vielzahl an Informationsangeboten wählen zu können, so viele Gefahren birgt auch diese neue Freiheit. Reizüberflutung und der Zwang, ständig auf der Höhe der Zeit und der Technik sein zu müssen, um "dazuzugehören", kennzeichnen ebenso die Lebenswelt von jungen Menschen, wie die finanziellen Belastungen durch Handyrechnungen. Auch die Gefährdung der Privatsphäre darf nicht unterschätzt werden. Junge und unerfahrene Mediennutzer unterliegen oftmals dem Irrglauben, sich im Netz und über das Smartphone vollkommen sicher zu bewegen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten der Manipulation und des Betruges.
Es ist daher unbedingt notwendig, dass Eltern und Lehrer junge Menschen bei der Nutzung von modernen Medien, wie etwa dem Handy, unterstützen und vor möglichen Gefahren warnen. Die Politiker hingegen sind aufgefordert, den Verbraucherschutz ständig den neuen technischen Gegebenheiten anzupassen.


Abg. Tanja Windbüchler-Souschill (Die Grünen)

Als Jugendsprecherin im Nationalrat ist es mir persönlich ein großes Anliegen, dass Jugendliche Mitsprachemöglichkeiten haben. Das Jugendparlament bietet dafür einen hervorragenden Platz. Es geht um das Kennenlernen von demokratischen Prozessen auf der einen Seite und das Artikulieren von jugendlichen Alltagsrealitäten, wie zum Beispiel die Vor- und Nachteile der Handynutzung rund um die Uhr, auf der anderen Seite.  Jugendliche können den Weg eines Gesetzes gestalten, es stehen ihnen Nationalratsabgeordnete der Parteien für Gespräch und Austausch zur Verfügung, und der krönende Abschluss ist das „Reden-Schwingen“ im Plenarsaal des Nationalrates.
Besonders gespannt bin ich auf die Meinungen und Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Thema „Jugendliche und Handynutzung“, denn gerade Jugendliche sind die Expertinnen und Experten zu diesem Thema. 24 Stunden erreichbar und ständig online zu sein, hat viele Vorteile, aber wahrscheinlich auch Nachteile. Ich freue mich, zu erfahren, welchen Bedarf an Selbstbestimmung und Sicherheit junge Menschen im Umgang mit Handys haben. Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen braucht es? Wie schaut es tatsächlich mit Kosten und der „Schuldenfalle“ aus? Ist die Privatsphäre auch wirklich gut geschützt? Ich freue mich auf das Jugendparlament, um dort diese Fragen und all jene, die ihr noch mitbringt, zu diskutieren und gemeinsam ein Gesetz entstehen zu lassen.


Abg. Gerald Grosz (BZÖ)

Herzlich Willkommen im Hohen Haus! Das Jugendparlament ist eine sinnvolle Einrichtung, um Politik und politische Entscheidungen den interessierten jungen Menschen unseres Landes nicht nur näher zu bringen, sondern Jugendliche auch für demokratische Funktionen zu begeistern. Es gibt zwei Grundsätze: Entweder wir bestimmen unsere Zukunft selbst oder – andere tun es! Ich habe mich für die Selbstbestimmung entschieden, wofür nicht zuletzt eine Teilnahme als 16-jähriger Jung-Abgeordneter im steirischen Jugendlandtag ausschlaggebend war. Diese positive und spannende Erfahrung wünsche ich auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Jugendparlaments! Die Zukunft des Landes sind Sie!


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