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Barbara Prammer (Präsidentin des Nationalrats)

Junge Menschen für Politik und Demokratie zu begeistern, das ist das Ziel des Jugendparlaments! 

Zwei Mal im Jahr nehmen Schülerinnen und Schüler im „Hohen Haus“ in Wien die Plätze der Abgeordneten ein um Gesetze in Ausschüssen zu beraten, verhandeln und letztlich im Plenum zu beschließen.
Mittels einer Bewerbung werden immer Schulklassen aus jenem Bundesland eingeladen, das im Bundesrat (neben dem Nationalrat die zweite Kammer des Parlaments) den alle 6 Monate wechselnden Vorsitz innehat.

Einen Tag lang habt ihr dann die Möglichkeit, in die Rolle einer Politikerin/eines Politikers zu schlüpfen und im Parlament für eure Positionen zu werben. Auf der Tagesordnung steht bei jedem Jugendparlament ein unterschiedliches Thema. Gemeinsam mit euren KollegInnen könnt ihr diskutieren und Antworten erarbeiten. Den ganzen Tag werdet ihr dabei von „echten“ Abgeordneten zum Nationalrat unterstützt.

Das Jugendparlament gibt es bereits seit 2007, die vielen bisherigen TeilnehmerInnen haben bewiesen, wie spannend die politische Auseinandersetzung sein kann.
Und damit eure Arbeit in die reale Politik einfließen kann, werden die Ergebnisse eurer Beratungen am Ende auch den Parteien zur Verfügung gestellt.

Im Jugendparlament jedenfalls entscheidet ihr! Ich freue mich bereits auf eure Bewerbung und euer Engagement als Jugendparlamentarier/in!


Edgar Mayer (Präsident des Bundesrates)

Mit 16 Jahren könnt Ihr als Jugendliche erstmals bei Wahlen mitbestimmen. Das Jugendparlament gibt Euch die einzigartige Chance, ein Jahr zuvor selbst in die Rolle von ParlamentarierInnen zu schlüpfen und Politik hautnah zu erleben. Ihr werdet für Eure Anliegen werben und Kompromisse suchen, Reden vorbereiten und schließlich über eine Gesetzesvorlage abstimmen.

Am Vortag lernt Ihr bereits die Räumlichkeiten des Hohen Hauses kennen und da ich derzeit für meine Heimat Vorarlberg den Vorsitz im Bundesrat ausübe, darf ich Euch auch die Aufgaben der Länderkammer im Wiener Parlament näherbringen.

Ich freue ich mich auf spannende und interessante Diskussionen und Eure Beiträge als JugendparlamentarierInnen!


Abg. Elmar Mayer (SPÖ)

Demokratie fällt nicht vom Himmel. Demokratie muss immer wieder auf's Neue erlernt und erarbeitet werden. Man kann nicht früh genug beginnen. Die Schule ist ein ideales Umfeld, um demokratische Prozesse zu erlernen und auszuprobieren. Deshalb danke ich allen, die sich für politische Bildung interessieren und ihren Beitrag leisten, dass Demokratie und Politik für junge Menschen erfahrbar wird.

Vor vielen Jahren war das auch für mich als damalige Kinder- und Jugendsprecherin der Grund, das 1. Kinder- und Jugendparlament zu initiieren, und es freut mich, dass Nationalratspräsidentin Barbara Prammer Jugend und Parlament zum besonderen Schwerpunkt im Parlament gemacht hat.


Abg. Christine Marek (ÖVP)

Seit Jahren führe ich mit Begeisterung Kinder und Jugendliche immer wieder durch das Parlament und bin dabei immer wieder auf’s Neue beeindruckt, wie interessiert und begeisterungsfähig junge Menschen sind. Sie bringen sich bereits aktiv im Sinne einer lebendigen Demokratie ein, indem sie durchaus kritisch hinterfragen, was gut und wichtig ist. Bei Diskussionen ist es immer besonders schwierig, den praktischen Weg eines Gesetzes, also den Gesetzwerdungsprozess mit all seinen Hürden und Herausforderungen darzustellen und zu erklären.

Das Jugendparlament ist eine einzigartige Chance für Jugendliche, einen ganzen Tag lang gemeinsam mit Abgeordneten und Mitarbeiter/innen des Parlaments IM Parlament – sozusagen fast im „Echtbetrieb“ - diesen Prozess zu erleben. Ich bin überzeugt, dass alle Teilnehmer/innen mit starken und positiven Eindrücken wieder nach Hause fahren, und ich würde mir wünschen, dass dies für so manchen bzw. manche Motivation ist, sich selbst politisch zu engagieren.

Ich weiß schon jetzt, dass ich sicherlich – wie so oft in Zusammenarbeit mit Jugendlichen – beeindruckt sein werde vom Engagement und Kreativität der jungen Menschen und freue mich schon sehr auf den gemeinsamen Tag!


Abg. Mathias Venier (FPÖ)

Das Jugendparlament bietet jungen Menschen die ideale Chance, Demokratie aktiv zu erfahren und einen Blick hinter die Kulissen des Gesetzgebungsprozesses zu werfen. Die Entscheidungen, die heute getroffen werden, betreffen die Jugend von morgen und machen einen angeregten Austausch zwischen Politik und Jugendlichen daher umso erstrebenswerter!

Alle, die teilnehmen, können im Rahmen der Veranstaltung hautnah die Vielfalt des politischen Alltags erleben und haben die Möglichkeit, einen einzigartigen Einblick in das Taggeschäft eines demokratischen Entscheidungsträgers zu erhalten. Ich freue mich auf Ihre Beiträge und wünsche Ihnen eine spannende und aufschlussreiche Erfahrung als JugendparlamentarierIn!


Abg. Harald Walser (Die Grünen)

Ob man will oder nicht: Jeder von uns ist betroffen von der Politik. Der Schweizer Schriftsteller Max Frisch hat das so formuliert: „Wer sich nicht mit Politik befasst, hat die politische Parteinahme, die er sich ersparen möchte, bereits vollzogen: er dient der herrschenden Partei.“

Das Parlament ist jener Ort, an dem die wichtigsten politischen Entscheidungen fallen und unser Leben somit ganz wesentlich beeinflussen. Die „Demokratiewerkstatt“ im Parlament hat in den letzten Jahren einen großen Beitrag dazu geleistet, den Dialog von PolitikerInnen und Jugendlichen zu intensivieren. Das Jugendparlament bietet die Möglichkeit zum Rollenwechsel vom Betroffenen zum politisch Handelnden.

Ich freue mich darauf, mit Jugendlichen aus Vorarlberg einen ganzen Tag darüber zu diskutieren. Eines sollte uns im Sinne von Max Frisch nach diesem Tag jedenfalls klar sein: Wer sich nicht einmischt, wer nicht an demokratischen Wahl auf Bundes-, Landes- oder Gemeindeebene teilnimmt, wird trotzdem regiert.


Abg. Christoph Hagen (Team Stronach)

Zu Beginn meiner parlamentarischen Tätigkeit als Nationalrat, die konstituierende Sitzung fand am 28.10.2008 statt, konnten wir hier im Hohen Haus bereits SchülerInnen aus dem Ländle konkret von der HAK Bregenz, dem Bundesgymnasium Dornbirn und der HTL Rankweil begrüßen, die sich mit Gesetzesvorlagen zum Thema Kinder- und Jugendarmut beschäftigten.
Leider konnte ich damals meine Landsleute nicht begleitend unterstützen, umso mehr freut es mich, diesmal mit SchülerInnen aus Dornbirn, Lustenau und Rankweil dabei zu sein.
Zum Thema Schule und Beurteilung, kann ich nur versichern, dass das Team Stronach Bildung und Ausbildung auf höchstem Niveau ermöglichen will. Parteibuchwirtschaft hat in unseren Schulen nichts verloren. Dennoch hat Leistung bzw. Nichtleistung als Beurteilungsprinzip jenen Stellenwert, Schülern zu zeigen, wo sie stehen und wo sie sich verbessern können – und bietet quasi eine Chance dazu.
Die Jugend ist das größte Kapital einer Gesellschaft und muss deshalb gefördert, gefordert und unterstützt werden – und dazu zählt auch ein Beurteilungssystem mit Notengebung.


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