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Barbara Prammer (Präsidentin des Nationalrats)

Junge Menschen für Politik und Demokratie zu begeistern, das ist das Ziel des Jugendparlaments! 

Zwei Mal im Jahr nehmen Schülerinnen und Schüler im „Hohen Haus“ in Wien die Plätze der Abgeordneten ein um Gesetze in Ausschüssen zu beraten, verhandeln und letztlich im Plenum zu beschließen.
Mittels einer Bewerbung werden immer Schulklassen aus jenem Bundesland eingeladen, das im Bundesrat (neben dem Nationalrat die zweite Kammer des Parlaments) den alle 6 Monate wechselnden Vorsitz innehat.

Einen Tag lang habt ihr dann die Möglichkeit, in die Rolle einer Politikerin/eines Politikers zu schlüpfen und im Parlament für eure Positionen zu werben. Auf der Tagesordnung steht bei jedem Jugendparlament ein unterschiedliches Thema. Gemeinsam mit euren KollegInnen könnt ihr diskutieren und Antworten erarbeiten. Den ganzen Tag werdet ihr dabei von „echten“ Abgeordneten zum Nationalrat unterstützt.

Das Jugendparlament gibt es bereits seit 2007, die vielen bisherigen TeilnehmerInnen haben bewiesen, wie spannend die politische Auseinandersetzung sein kann.
Und damit eure Arbeit in die reale Politik einfließen kann, werden die Ergebnisse eurer Beratungen am Ende auch den Parteien zur Verfügung gestellt.

Im Jugendparlament jedenfalls entscheidet ihr! Ich freue mich bereits auf eure Bewerbung und euer Engagement als Jugendparlamentarier/in!


Reinhard Todt (Präsident des Bundesrates)

Ihr, die Jugend unseres Landes, seid die Zukunft. In einigen Jahren werdet ihr diejenigen sein, die die Geschicke dieses Landes lenken. Auch wenn die meisten von euch noch nicht 16 Jahre alt und somit noch nicht wahlberechtigt sind, heißt das nicht, dass ihr nicht auch schon jetzt die Möglichkeit habt, Politik – beispielsweise in einer der vielen politischen Jugendorganisationen - aktiv mitzugestalten. Und wer weiß, vielleicht wählt die eine/der andere von euch auch den Weg in die Politik und darf dann – so wie ich heute - in 20, 30 oder 40 Jahren kommende Generationen von Jugendlichen hier im Österreichischen Parlament willkommen heißen.

Beim Jugendparlament bekommt ihr die Gelegenheit, in die Rolle einer Politikerin/eines Politikers zu schlüpfen. Ihr werdet Reden vorbereiten bzw. auch halten und in Diskussionen für eure Überzeugung eintreten. Damit habt ihr auch die Chance, wichtige Erfahrungen für euer weiteres Leben zu sammeln. Denn ebenso wie in der Politik ist es auch im Leben wichtig, nicht kritiklos jenen zu folgen, die vollmundig und lautstark Parolen schwingen, sondern wach, kritisch und streitbar zu bleiben. Vertretet eure Meinung, seid aber auch offen für andere Ideen und respektiert Andersdenkende. Denn – und das werdet ihr auch beim Jugendparlament sehen – manchmal ist es notwendig, neue Ideen zuzulassen und Kompromisse einzugehen, um ein Ziel zu erreichen.

In diesem Sinne freue ich mich auf zahlreiche spannende Debatten und wünsche euch einen unvergesslichen Tag im Österreichischen Parlament.


Abg. Katharina Kucharowits (SPÖ)

Liebe Schülerinnen!
Liebe Schüler!
Die Begriffe Politik, Demokratie und Parlamentarismus wirken manchmal sehr trocken und irgendwie so als hätten sie mit dem täglichen Leben nichts zu tun.
Aber ist nicht jede Entscheidung, sei es das Angebot an Schulen oder wie lange ich am Abend weg gehen darf, eine politische Entscheidung und betrifft uns somit alle? Und genau solche Themen werden auch von uns PolitikerInnen, als VertreterInnen von uns allen, diskutiert und entschieden.
Überzeugt euch aber einfach selbst davon, was Politik, Demokratie und Parlamentarismus bedeutet. Das Jugendparlament ist eine tolle Gelegenheit dafür. Ihr bekommt nicht nur erzählt, wie eine demokratische Entscheidung im Parlament entsteht und ein Gesetz beschlossen wird, sondern ihr seid selbst gefragt. Ihr könnt eure Argumente zu Themen bringen, die euch wichtig sind. Ihr könnt andere von eurer Meinung überzeugen und somit direkt mit gestalten und entscheiden. Selbst etwas auszuprobieren ist nochmals besser, als es von jemandem "nur" zu hören. :-)
Ich wünsche euch viel Spaß dabei, im Rahmen des Jugendparlaments selbst Abgeordnete und Abgeordneter zu sein und freue mich auf den gemeinsamen Tag mit euch im Parlament!
Bis dann und Liebe Grüße,
Katharina Kucharowits


Abg. Andreas Hanger (ÖVP)

Jeder von uns, egal ob jung oder alt und egal von welcher Partei, möchte in einem Österreich leben, in dem es uns gut geht. Was das aber genau bedeutet und was dafür zu tun ist, darüber gehen die Meinungen oft auseinander. Damit sind wir mitten in der Politik und mitten in der Arbeit des Parlaments. Es würde nämlich nichts bringen, wenn jeder einfach immer nur seine Meinung wiederholt. Die verschiedenen Ansichten müssen wir Tag für Tag unter einen Hut bringen, und das geht natürlich nur, wenn jeder ein bisschen nachgibt, um für das gesellschaftliche Ganze die beste Lösung zu erzielen.
Das Parlament ist der Ort, an dem dies geschieht und beim Jugendparlament werden wir gemeinsam ein Gesetz entwerfen, verhandeln und beschließen. Ich freue mich darauf, mit euch spannende Diskussionen und tragfähige Entscheidungen erleben zu können!


Abg. Julian Schmid (Die Grünen)

Wir Junge sind diejenigen, die in Zukunft mit allen politischen Entscheidungen leben müssen, die von der Politik jetzt getroffen werden. Deshalb ist es unser Job, als Junge unsere Welt zu retten, weil sonst wird es niemand für uns tun :) Für unsere Generation ist es – nicht zuletzt wegen dem Internet – selbstverständlich, alles kommentieren zu können, viele Informationen zu bekommen und mitreden zu können: Und das ist auch gut so, und genau das ist Demokratie! Dieses neue Denken klettert langsam, aber kontinuierlich die alten Parlamentsstiegen hinauf. Das Jugendparlament zeigt, wie es in der österreichischen Politik in Zukunft viel öfter sein soll: Junge und neue Ideen rein in's Parlament! Wir schaffen das! Ich freu mich auf euch!


Abg. Nikolaus Scherak (NEOS)

Politik geht jeden etwas an und betrifft uns tagtäglich. Genau deswegen ist es auch wichtig, dass man sich mit Politik auseinandersetzt und sich eine eigene Meinung bildet. Viele junge Menschen tun dies auch und trotzdem wird gerade ihnen immer wieder unterstellt, dass sie politikverdrossen seien. In meinen Augen fehlt es viel eher an einer sinnvollen Einbindung von jungen Menschen in die Politik, da ich der Meinung bin, dass die Anliegen der Jugend von der Politik viel zu wenig beachtet werden. Genau deswegen ist das Jugendparlament eine großartige Gelegenheit, seine Wünsche und Bedürfnisse zu artikulieren und sich dabei auch wirklich Gehör zu verschaffen. Insofern freue ich mich ganz besonders auf spannende Diskussionen im Jugendparlament.


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