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Teilnehmende PolitikerInnen


Wolfgang Sobotka (Präsident des Nationalrates)

Demokratie ist weder gegeben noch selbstverständlich. Sie ist auch niemals abgeschlossen und vollendet, sondern vielmehr stetiger Auftrag, jeden Tag aufs Neue für Freiheit und Meinungsvielfalt in Österreich einzutreten.

Jungen Menschen die Besonderheiten von Parlamentarismus und Demokratie näherzubringen, halte ich daher für eine zentrale Aufgabe der Politik, da diese künftig die Zukunft unseres Landes gestalten werden. Sie werden vor Ort im Hohen Haus Gesetzesvorschläge diskutieren: sich in den Klubs auf einen gemeinsamen Standpunkt verständigen, mit Unterstützung der „echten“ Nationalratsabgeordneten Kompromisse und Koalitionen mit anderen finden und schließlich aktiv im Plenum ihren Standpunkt in einer eigenen Rede in den Räumlichkeiten der Gesetzgebung und unter dem Vorsitz des Nationalratspräsidiums äußern. Damit lernen sie nicht nur den Berufsalltag der Abgeordneten zum Nationalrat und Mitglieder des Bundesrates kennen, sondern lernen auch, so manche Herausforderungen, die diese Aufgabe mit sich bringt, mit Erfolg zu meistern. Es ist immer wieder eine besondere Freude, den Jungpolitikern im Plenum zu ihrem Gesetzesvorschlag das Wort zu erteilen und zu sehen, mit wieviel Engagement ihre Statements vorgetragen werden. So spannend kann und soll die politische Auseinandersetzung sein! Wir freuen uns auf Euch!

Wolfgang Sobotka
Präsident des Nationalrates


Abg. Karl Schmidhofer (ÖVP)

Das Lehrlingsparlament vermittelt greifbar den Sinn und die Funktionsweisen unserer Demokratie und gibt einen Einblick hinter die Kulissen. Hier können junge Menschen in die Rolle einer Abgeordneten oder eines Abgeordneten schlüpfen, Verhandlungen führen, an Diskussionen teilnehmen, schließlich auch abstimmen und gemeinsam zu einer demokratischen Lösung kommen.
Gerade die Jugend, für die wir Politik machen und die für uns alle die Zukunft bedeutet, muss in alle demokratischen Vorgänge eingebunden werden. Je früher man mit demokratischen Vorgängen in Berührung kommt und diese versteht, Meinungen zulässt und auf sachlicher Ebene diskutiert, desto besser ist es für unser aller Zusammenleben und Verständnis in der Gesellschaft.
Als Abgeordneter zum Nationalrat fühle ich mich nicht nur dafür verantwortlich, sondern es ist mir eine Freude und Ehre diesen Prozess beim Jugendparlament begleiten zu dürfen und den jungen Menschen hierbei Hilfestellungen geben zu können.

Karl Schmidhofer


Abg. Eva Maria Holzleitner (SPÖ)

Liebe Lehrlinge,

Das Um und Auf für eine lebendige, funktionierende Demokratie ist die Teilhabe von jungen Menschen. Das Lehrlingsparlament bietet dafür einen Einblick, wie die Welt im Hohen Haus, der österreichischen Politik und die der Abgeordneten aussieht. Wie funktionieren die diversen Abläufe, wie kommt ein Gesetz zustande, wie läuft eine Diskussion im Parlament ab? All diese und noch viele weitere Fragen werden im Rahmen des Lehrlingsparlaments beantwortet werden, und dadurch wird Demokratie lebendig und begreifbar gemacht. Mein Appell an euch für das Projekt ist folgender: Stellt alle Fragen, die euch zum österreichischen Parlament in den Sinn kommen, und versucht so viel wie möglich, alles an Eindrücken mitzunehmen. Politik betrifft uns alle, jeden Tag werden Entscheidungen getroffen, die das Morgen beeinflussen. Gemeinsam können wir die österreichische Politiklandschaft gestalten. Ich freue mich auf einen spannenden Tag gemeinsam mit euch!

Eva-Maria Holzleitner


Abg. Christian Lausch (FPÖ)


Abg. Josef Schellhorn (NEOS)

Österreich war nicht immer eine demokratische Republik, und es ist (noch immer) keine Selbstverständlichkeit, in einem Land zu leben, in dem das Recht vom Volk ausgeht. Umso wichtiger ist es, bereits den ganz jungen Menschen zu vermitteln, was es bedeutet, in einer funktionierenden Demokratie zu leben, ein Wahlrecht zu haben – und von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Doch um wirklich zu begreifen, was im österreichischen Parlament geschieht, woraus sich der Nationalrat zusammensetzt und welche Aufgaben die Mitglieder des Nationalrats überhaupt haben, ist es wichtig, die Politische Bildung nicht nur in die Schulen, sondern die Schulen auch direkt ins Parlament zu bringen.
Das Lehrlingsparlament hat sich genau das zur Aufgabe gemacht: Das Interesse an und die Lust auf Politik werden hier im Zuge eines Rollenspieles vermittelt. Junge Menschen schnuppern Luft im Hohen Haus und schlüpfen aktiv in die Rolle der Abgeordneten. Zuerst wird in Klubsitzungen über Gesetzesvorschläge beraten, anschließend folgt die Verhandlung darüber mit den anderen Klubs, und letztendlich wird im Plenarsaal darüber abgestimmt. Dabei steht jedem Klub ein/e Abgeordenete/r zur Seite.
Was – rein aus dem Lehrbuch vorgetragen – für so manche und manchen vielleicht trocken und verstaubt klingen mag, wird hier lebendig. Lasst euch anstecken mit dem Interesse für Politik! Stellt Fragen und hinterfragt, seid neugierig und versucht, gemeinsam die österreichische Politiklandschaft zu gestalten!
Denkt immer daran: Politik ist der Ort, an dem wir uns ausmachen, wie wir miteinander leben. Und bei genauer Betrachtung ist das doch eigentlich alles andere als „egal“ oder „trocken“, sondern es ist euer zukünftiger „Wohnort“.

Josef Schellhorn


Abg. Daniela Holzinger-Vogtenhuber (JETZT)

Die Mobilität in der Berufsbildung muss gestärkt werden, und da bietet das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ ein passendes Instrumentarium, um dies voranzutreiben. Voneinander lernen, gemeinsam neue Methoden, Materialien und Techniken für die berufliche Bildung entwickeln, erproben und implementieren sowie eine Sprache zu erlernen oder zu festigen – und das alles in einem europaweiten Austausch: Dafür steht Erasmus+! Leider nahmen im Jahr 2017 nur 615 Lehrlinge an diesem Programm teil. Mein Ziel ist es, dieses Programm auch stärker für Lehrlinge zugänglich zu machen. Dazu braucht es verstärkte Informationen über dieses Angebot in den Berufsschulen und eine Unterstützung beim Erwerb von Sprachkompetenzen, damit zukünftig mehr Lehrlinge von diesem Angebot profitieren können. Um dies umzusetzen, habe ich einen Antrag im Nationalrat eingebracht und hoffe dabei auf die Zustimmung der anderen Parteien.

Daniela Holzinger-Vogtenhuber