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Wolfgang Sobotka (Präsident des Nationalrates)

Demokratie ist weder gegeben noch selbstverständlich. Sie ist auch niemals abgeschlossen und vollendet, sondern vielmehr stetiger Auftrag, jeden Tag aufs Neue für Freiheit und Meinungsvielfalt in Österreich einzutreten.

Jungen Menschen die Besonderheiten von Parlamentarismus und Demokratie näherzubringen, halte ich daher für eine zentrale Aufgabe der Politik, da diese künftig die Zukunft unseres Landes gestalten werden. Nach Reihung des jeweiligen Bundesratsvorsitzes werden Schulen des betreffenden Bundeslandes eingeladen, vor Ort im Hohen Haus Gesetzesvorschläge zu diskutieren: sich in den Klubs auf einen gemeinsamen Standpunkt zu verständigen, mit Unterstützung der „echten“ Nationalratsabgeordneten Kompromisse und Koalitionen mit anderen zu finden und schließlich aktiv im Plenum ihren Standpunkt in einer eigenen Rede in den Räumlichkeiten der Gesetzgebung und unter dem Vorsitz des Nationalratspräsidiums zu äußern. Damit lernen sie nicht nur den Berufsalltag der Abgeordneten zum Nationalrat und Mitglieder des Bundesrates kennen, sondern lernen auch, so manche Herausforderungen, die diese Aufgabe mit sich bringt, mit Erfolg zu meistern. Es ist immer wieder eine besondere Freude, den Jungpolitikern im Plenum zu ihrem Gesetzesvorschlag das Wort zu erteilen und zu sehen, mit wieviel Engagement ihre Statements vorgetragen werden. So spannend kann und soll die politische Auseinandersetzung sein! Wir freuen uns auf Euch!

Wolfgang Sobotka
Präsident des Nationalrates


Inge Posch-Gruska (Präsidentin des Bundesrates)

Liebe Schülerin, lieber Schüler!
Großartig, dass du dich für das Jugendparlament interessierst!

Als Präsidentin des österreichischen Bundesrates sind die Rechte von euch jungen Menschen mein absolutes Schwerpunktthema. Mein Motto lautet: „Mitbestimmung in Österreich? Das kann doch jedes Kind!“
Als junger Mensch hast du aber oft nicht die Möglichkeit, zu bestimmen, wie der Spielplatz ums Eck gestaltet wird oder welche Schule du besuchst. Dabei ist in unserer Bundesverfassung festgeschrieben, dass du das Recht auf Berücksichtigung deiner Meinung hast. Das gilt insbesondere für Angelegenheiten, die dich betreffen. Entscheidungen dürfen nicht über deinen Kopf hinweg getroffen werden. Genau darum geht es in einer Demokratie.
Um Demokratie zu lernen, musst du aber ernst genommen werden und wirklich mitbestimmen können. In meiner Gemeinde Hirm im Bezirk Mattersburg, gibt es z.B. die Kinderkonferenz, die über ein eigenes Jugendbudget verfügt. So können die jungen Hirmerinnen und Hirmer selbst darüber entscheiden, wie sie ihr Leben im Ort gestalten. Erst vor kurzem haben sie es dadurch geschafft, dass eine Tellerschaukel-Seilbahn bei uns aufgestellt wird.
Wenn es vielleicht auch in deiner Gemeinde ein Projekt gibt, bei dem du mitbestimmen kannst, oder wenn du darüber diskutieren möchtest, wie Mitbestimmung durch junge Menschen aussehen soll, schau doch mal bei meiner Online-Diskussion unter www.kinderundjugendrechte.at vorbei!
Auch im Jugendparlament hast du die Gelegenheit, zu erfahren, wie Entscheidungen in unserer Republik getroffen werden. Hier kannst du selbst ausprobieren, was es heißt, sich für deine Interessen im Parlament einzusetzen. Und vielleicht kannst du ja das eine oder andere mit in deine Heimatgemeinde nehmen.
Viel Spaß im Hohen Haus, ich freue mich auf euch!

Inge Posch-Gruska
Präsidentin des Bundesrates


Ingo Appé (Designierter Präsident des Bundesrates)

Herzlich willkommen im Parlament!

Liebe Schülerin, lieber Schüler!

Das Jugendparlament macht Politik erleb- und erfahrbar. Vom 29. bis 30. November wirst du als Mitglied des Jugendparlaments authentische Lernerfahrungen sammeln. Du hast dabei die Möglichkeit, in die Rolle einer Politikerin oder eines Politikers zu schlüpfen. Das heißt: Neues auszuprobieren, von anderen zu lernen und politische Abläufe durch Simulationen selbst zu erleben! Du wirst also nicht nur hinter die Kulissen des „Hohen Hauses“ blicken, sondern aktiv an Klub- und Ausschusssitzungen teilnehmen, Kompromisse finden und schließlich über Gesetzesvorlagen abstimmen.
Zwei Tage wirst du am demokratischen Prozess mitwirken und erkennen, wie wichtig Mitbestimmung ist. Denn Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, darum ist auch die Beteiligung an Wahlen so wichtig. Mit der Erlangung des Wahlalters kannst du direkt mitbestimmen, nütze diese Möglichkeit, denn, wer nicht wählt, lässt andere für sich wählen.
Die Entscheidungen im Parlament von heute werden in einigen Jahren vor allem dich, die jungen Menschen von heute, betreffen.
Ich freue mich schon sehr auf spannende und interessante Dialoge und wünsche euch eine unvergessliche Erfahrung im Österreichischen Parlament.

Ingo Appé
Designierter Präsident des Bundesrates


Abg. Nico Marchetti (ÖVP)

So eine Demokratie, wie wir sie in Österreich haben, ist nicht selbstverständlich. Umso wichtiger ist es, dass sich jung und alt damit auseinandersetzen. Daher freut es mich besonders, dass ihr euch dafür interessiert und einsetzt!

Das Jugendparlament verschafft euch einen guten Einblick hinter die Kulissen des Parlaments und hilft euch, unsere Demokratie ein Stück besser zu verstehen. Wenn ihr „in der Haut eines Abgeordneten steckt“ und einmal unmittelbar miterlebt, werdet ihr verstehen, dass es nicht immer leicht ist, man aber doch einen Weg für eine Lösung findet. Genau das macht aber eine Demokratie aus: Leuten, die anders denken, die Chance zu geben, ihre Meinung zu äußern, über Probleme zu diskutieren und am Ende auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Daher ist es mir als Abgeordneter eine besondere Freude, euch gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen empfangen zu dürfen.


Abg. Eva Maria Holzleitner (SPÖ)

Liebe SchülerInnen,

Ich freue mich, dass ihr am Jugendparlament teilnehmt! So habt ihr die Möglichkeit, die politischen Prozesse, die im Hohen Haus ablaufen, kennenzulernen und auch selber zu erleben. Von Klubsitzungen, über Koalitionsverhandlungen bis zur großen Debatte im Plenum am Ende des Tages ist alles dabei. Diese Einblicke durch das Jugendparlament sind unglaublich wertvoll und ein wichtiger Beitrag in der Entwicklung und Stärkung unserer Demokratie. Gerade als junge Menschen sind wir alle gemeinsam gefordert, uns für ihren Fortbestand einzusetzen und unsere Chancen der Teilhabe zu nutzen!

In spannender Vorfreude auf das Jugendparlament,
Evi Holzleitner


Abg. Ricarda Berger (FPÖ)

Liebe Schülerinnen und Schüler!

Das Jugendparlament bietet die besten Voraussetzungen, die Politik und den politischen Alltag von uns Abgeordneten genau zu beleuchten und unter die Lupe zu nehmen. Hier könnt ihr die parlamentarischen Abläufe kennenlernen.
Ihr Jugendliche seid die Zukunft unseres Landes, daher habt ihr ein Recht auf Mitsprache.
Das Jugendparlament trägt zur Bewusstseinsbildung bei, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist. Gerade unsere Jugend ist es, die verstehen lernen muss, dass ein funktionierender Staat und ein gedeihliches Miteinander ein wertvolles Gut sind, welches stets bewahrt und auch gegebenenfalls weiterentwickelt werden muss.
Ich freue mich schon auf einen spannenden Tag mit Euch und auf ein persönliches Kennenlernen.

Ricarda Berger


Abg. Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS)

Liebe Jugendliche,

als Bildungs- und Jugendsprecher liegt es mir sehr am Herzen, dass ihr beim Jugendparlament die Möglichkeit habt, einen Einblick ins Hohe Haus zu erhalten. Ihr seid die zukünftigen Entscheidungsträger_innen in Österreich, und deshalb sind es gerade eure Ideen, die rein müssen ins Parlament! Unsere junge Generation lebt in Zukunft mit den politischen Entscheidungen der Gegenwart – umso wichtiger ist es deshalb, dass genau wir etwas dazu beitragen. Die Zukunft ist kein Raum, den wir betreten, sondern einer, den wir gemeinsam gestalten – genau das ist der Grund, wieso ich schon so jung in der Politik aktiv bin und wieso ich euch alle ermutige, mir dabei zu helfen. Ich freue mich auf euch!

Euer Duxi



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