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Wolfgang Sobotka (Präsident des Nationalrates)

Demokratie ist weder gegeben noch selbstverständlich. Sie ist auch niemals abgeschlossen und vollendet, sondern vielmehr stetiger Auftrag, jeden Tag aufs Neue für Freiheit und Meinungsvielfalt in Österreich einzutreten.

Jungen Menschen die Besonderheiten von Parlamentarismus und Demokratie näherzubringen, halte ich daher für eine zentrale Aufgabe der Politik, da diese künftig die Zukunft unseres Landes gestalten werden. Nach Reihung des jeweiligen Bundesratsvorsitzes werden Schulen des betreffenden Bundeslandes eingeladen, vor Ort im Hohen Haus Gesetzesvorschläge zu diskutieren: sich in den Klubs auf einen gemeinsamen Standpunkt zu verständigen, mit Unterstützung der „echten“ Nationalratsabgeordneten Kompromisse und Koalitionen mit anderen zu finden und schließlich aktiv im Plenum ihren Standpunkt in einer eigenen Rede in den Räumlichkeiten der Gesetzgebung und unter dem Vorsitz des Nationalratspräsidiums zu äußern. Damit lernen sie nicht nur den Berufsalltag der Abgeordneten zum Nationalrat und Mitglieder des Bundesrates kennen, sondern lernen auch, so manche Herausforderungen, die diese Aufgabe mit sich bringt, mit Erfolg zu meistern. Es ist immer wieder eine besondere Freude, den Jungpolitikern im Plenum zu ihrem Gesetzesvorschlag das Wort zu erteilen und zu sehen, mit wieviel Engagement ihre Statements vorgetragen werden. So spannend kann und soll die politische Auseinandersetzung sein! Wir freuen uns auf Euch!

Wolfgang Sobotka
Präsident des Nationalrates


Karl Bader (Präsident des Bundesrates)

Deine Meinung zählt!
Liebe Schülerin, lieber Schüler!

Was du bisher vielleicht nur aus der digitalen Welt, von Livestreams oder TV-Sendungen kennst, wirst du bald hautnah miterleben. Am 29. November wirst du nämlich selbst im Plenarsaal des Parlaments Platz und Stellung nehmen zu jenen Anliegen, die dir wichtig sind.
Du wirst sehen, dass es wirklich spannend ist, sich mit den Argumenten anderer auseinander zu setzen, Verständnis für die Position anders Denkender aufzubringen und dann selbst zu versuchen, möglichst viele andere Abgeordnete von deiner Meinung zu überzeugen.
Dazu wirst du die Regeln einer parlamentarischen Diskussion kennen und die Abläufe verstehen lernen, die den Weg der Meinungsbildung im Parlament bestimmen. Das Jugendparlament ist eine einzigartige Chance, einen demokratischen Prozess und damit den Weg eines neuen Gesetzes von Anfang an mitgestalten zu können.
Du wirst dabei die Erfahrung machen, dass es im Leben oftmals notwendig ist, Kompromisse einzugehen, man dabei die eigenen Ziele und Wertvorstellungen aber nicht aus den Augen verlieren darf.
Wenn man bereits viele Jahre im Parlament tätig war, wird natürlich vieles zur Gewohnheit. Deshalb ist es für uns Parlamentarier so wichtig, immer wieder von Neuem zu sehen, wie Jugendliche heute an das Lösen von Problemen herangehen. Nicht nur ihr werdet in den beiden Tagen etwas dazu lernen; auch wir Mandatarinnen und Mandatare werden von euch etwas lernen. Ich bin schon gespannt darauf, wie ihr argumentieren werdet, welche Diskussionen sich in den Ausschuss- und Plenarsitzungen ergeben und welche Koalitionen sich in euren parlamentarischen Klubs schließlich finden.

Jetzt liegt es an dir. Überzeuge uns davon, dass wir von dir lernen können!

Als Präsident des Bundesrates freue ich mich schon auf dich und deine Klasse. Die beiden Tage im Parlament werden dir neue Einblicke eröffnen und sicher auch Lust auf mehr Politik machen. Und wer weiß – vielleicht sehen wir einander ja eines Tages wieder im Plenarsaal, wenn deine Begeisterung, sich für andere Menschen einzusetzen und sich in der Demokratie zu engagieren, von den Wählerinnen und Wählern mit einem Sitz im Parlament belohnt wird.

Karl Bader
Präsident des Bundesrates


Robert Seeber (Designierter Präsident des Bundesrates)

Liebe Schülerin, lieber Schülerin,
herzlich willkommen im Parlament!

Ich freue mich sehr über Dein Interesse am Jugendparlament, das am Freitag,
29. November 2019 tagen wird, und hoffe, dass Du mit Deiner Klasse dabei bist! Nutze diese Gelegenheit, denn sie bietet Dir die einmalige Möglichkeit, die parlamentarischen Abläufe vor Ort kennenzulernen und mitzuerleben, wie politische Entscheidungen im Rahmen des Gesetzgebungsprozesses schlussendlich zustande kommen.    
Ihr seid die Zukunft dieses Landes, und unsere Demokratie braucht junge Menschen, die sich in den verschiedensten Bereichen engagieren, einbringen und mitgestalten wollen. Miteinander reden, zuhören, sich in die Lage des anderen versetzen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen – all das ist im täglichen Leben notwendig, gilt aber auch für den Parlamentarismus. Das Jugendparlament soll Dir Einblick in die Arbeit der Abgeordneten geben. Es erwartet Dich ein spannender Tag im Hohen Haus, der möglicherweise auch Lust auf (politisches) Engagement in Dir weckt.

In diesem Sinn freue ich mich schon sehr auf Deine Bewerbung und Teilnahme sowie auf interessante Diskussionen!

Robert Seeber
Designierter Präsident des Bundesrates